|

Mundgesundheit wird global anerkannt
Erstmals bezieht sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) explizit auf die Bedeutung der Mundgesundheit für die allgemeine Gesundheit. Was bedeutet das für Patient:innen, Prävention und moderne Zahnmedizin?
WHO schafft Bedeutungswandel – Mundgesundheit im globalen Fokus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in einer aktuellen erklärenden Resolution die Mundgesundheit als integralen Bestandteil der allgemeinen Gesundheit bestätigt. Das ist ein Meilenstein, denn noch vor wenigen Jahren wurde Zahngesundheit eher isoliert betrachtet. Nun erkennt eine der wichtigsten internationalen Gesundheitsinstitutionen ausdrücklich: Probleme im Mundraum wirken sich auf den gesamten Körper aus und umgekehrt.
Zahnkaries, Parodontitis, orale Infektionen und damit verbundene Schmerzen gehören zu den am weitesten verbreiteten chronischen Erkrankungen weltweit. Laut WHO hat nahezu jede:r Zweite orale Beschwerden, und die damit einhergehenden gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind enorm. Durch die Aufnahme in die WHO-Erklärung wird nun empfohlen, Mundgesundheit systematisch in nationale Gesundheitsstrategien, Präventionsprogramme und Versorgungssysteme zu integrieren.
Warum ist die WHO-Anerkennung so wichtig?
1. Ganzheitliche Gesundheit statt Isolation
Die WHO-Erklärung betont:
„Mundgesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil allgemeiner Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität.“
Das heißt konkret:
Parodontitis erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes-Komplikationen.
Entzündliche Prozesse im Mundraum wirken sich auf Stoffwechsel und Immunsystem aus.
Schlechte Mundgesundheit beeinflusst Ernährung (Schmerzen beim Essen) und soziale Teilhabe (Kommunikation, Ästhetik).
Dies entspricht der modernen medizinischen Sichtweise, die Mundgesundheit nicht nur als „Zahnproblem“ bezeichnet, sondern als interaktives Netzwerk von Systemen, Zellen und Lebensstilfaktoren.
Was die WHO-Empfehlung für Patient:innen bedeutet
Mit dieser Anerkennung wird Mundgesundheit nicht nur ein „Zahnarzt-Thema“, sondern ein gesundheitspolitisches Prioritätsfeld. Die WHO fordert:
➡️ Verstärkte Prävention in der Bevölkerung
➡️ Integration von Mundgesundheit in nationale Gesundheitsprogramme
➡️ Gerechtigkeit im Zugang zu Versorgung (auch strukturschwache Regionen)
➡️ Schulische und gesellschaftliche Aufklärung
Für Patient:innen heißt das mehr Aufmerksamkeit, mehr Programme zur frühzeitigen Erkennung von Risikofaktoren und ein stärkerer Fokus auf Vorbeugung statt später Behandlung.
Was heißt das konkret für Ihre Zahnpflege?
1. Prophylaxe wird wichtiger denn je
Weil Mundgesundheit in den Gesamtkontext der Gesundheit gestellt wird, gewinnen strukturierte Vorsorgeprogramme an Bedeutung.
In unserer Praxis bedeutet das:
👉 Professionelle Zahnreinigung & individuelle Beratung → Prophylaxe bei Parcside Dental
2. Früherkennung senkt Risiko für Folgeerkrankungen
Früh erkannte Gingivitis kann sich nicht zur Parodontitis ausweiten. Parodontitis-Stadien werden heute nicht nur lokal behandelt, sondern als Teil eines systemischen Entzündungsprozesses gesehen.
3. Interdisziplinäre Begleitung
Personen mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Immunschwächen profitieren besonders von engmaschiger Mundgesundheits-Überwachung. In Kooperation mit Hausärzten, Endokrinologen oder Kardiologen entsteht eine übergreifende Gesundheitsstrategie.
Die Wissenschaft bestätigt den Zusammenhang
Studien zeigen:
Menschen mit aktiver Parodontitis haben ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und schlechtere Blutzuckereinstellung bei Diabetes.
Chronische Entzündungen im Mundraum können systemische Entzündungsmarker (z. B. CRP) erhöhen.
Regelmäßige Prophylaxe reduziert nicht nur Zahnrisiken, sondern auch lokale Entzündungsprozesse, die in andere Körpersysteme «mitschwappen».
Mit der Aufnahme in die WHO-Erklärung wird diese wissenschaftliche Sicht nun offiziell anerkannt und in globale Gesundheitspolitik überführt.
FAQ – Häufige Fragen zur WHO-Erklärung und Mundgesundheit
F: Bedeutet diese WHO-Erklärung, dass ich nun öfter zum Zahnarzt muss?
A: Nicht automatisch. Aber ein stärkerer Fokus auf präventive Maßnahmen bedeutet, dass regelmäßige Kontrollen sinnvoller werden – um Risiken frühzeitig zu erkennen statt sie erst zu behandeln.
F: Wie hängt Mundgesundheit mit Allgemeingesundheit zusammen?
A: Chronische Entzündungen im Mundraum wirken sich auf systemische Entzündungsprozesse aus, die z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes beeinflussen können.
F: Zählt dazu auch Karies?
A: Ja – Karies ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen und kann durch Vorsorge, Fluoridierung und bewusste Ernährung reduziert werden.
F: Sollte ich bei Problemen einen Generalarzt oder Zahnarzt zuerst aufsuchen?
A: Bei klaren zahnmedizinischen Beschwerden ist der Zahnarzt Ihr erster Ansprechpartner. Ihr ärztliches Gesamtbild kann aber durchaus Einfluss auf die zahnmedizinische Planung haben.
Fazit – ein Paradigmenwechsel in der Gesundheit
Die Aufnahme der Mundgesundheit in die offizielle WHO-Erklärung markiert eine wichtige Wende: Weg von der isolierten Sicht auf Zähne und Zahnfleisch, hin zu einer integrierten Betrachtung des gesamten Körpers.
Bei Parcside Dental in Nürnberg am Stadtpark sehen wir diesen Trend als Bestätigung unserer ganzheitlichen Arbeit:
✔️ Prävention statt Reparatur
✔️ individuelle Risikoberatung
✔️ interdisziplinäre Perspektive
✔️ Fokus auf Lebensstil, Ernährung und Gesundheit
👉 Zum ganzheitlichen Prophylaxe-Konzept unserer Praxis:
Parcside Dental – Prophylaxe & Mundgesundheitsvorsorge
Wir begleiten Sie nicht nur zahnmedizinisch – wir denken Gesundheit im Gesamtkontext. Denn Gesund beginnt im Mund.


